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Geschrieben von: Administrator   
Philosophie heißt denken, heißt, sich selbst und die Welt zu verstehen

 

Die Katze fällt auf ihre Füße, aber der Mensch, der nicht denken gelernt hat, der aus den kurzen, den üblichen Verbindungen des Vorstellens nicht herauskommt, fällt ins ewig Gestrige.

(Michael Wittschier)

 

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schule von athen"Schule von Athen", Raffael, im Saal der Signatur, Stanzen des Raffael, Vatikan/Petersdom (=Vatikanisches Museum), 1508-1511

 

So sahen einige der berühmtesten Philosophen der Antike aus...
  • in der Mitte: Platon, der mit dem Finger nach oben zeigt und sein Buch Timaios in der Hand hält,
  • neben ihm Aristoteles mit der Ethik,
  • Pythagoras im Vordergrund,
  • während Diogenes mit einer Schüssel auf der Treppe liegt,
  • am Marmorblock gelehnt der pessimistische Philosoph Heraklith - mit den Gesichtszügen Michelangelos, der in dieser Zeit mit der Ausmalung der nahe gelegenen Sixtinischen Kapelle beschäftigt war,
  • rechts daneben Euklid, der seinen Schülern die Geometrie erklärt,
  • Zarathustra mit dem Himmelsglobus und Ptolemäus mit der Erde
  • und zuletzt - der darf nicht fehlen - der Künstler selbst mit schwarzer Mütze

 

 

Der Philosophieunterricht begleitet und fördert die Entwicklung aller Erkenntnis- und Verstehensanlagen der Kinder und Heranwachsenden. Er will Nachdenklichkeit üben und dient durch die Klärung ihrer Vorstellungswelt der Aufklärung ihres Lebens. Er will sie befähigen, ihre Anlage zur Nachdenklichkeit im Sinne der drei durch Kant formulierten Forderungen zu entfalten:

  • 1. Selbst denken.
  • 2. Sich in die Stelle jedes anderen denken.
  • 3. Jederzeit mit sich selbst einstimmig denken.
Das erste Gebot ist das der zwangsfreien Denkungsart: Auf keines Lehrers Worte zu schwören verpflichtet zu sein.
Das zweite Gebot ist das der liberalen Denkungsart: Sich mit den Vorstellungen anderer zu beschäftigen.
Das dritte Gebot betrifft die konsequente, folgerichtige Denkungsart (vgl. I.Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, Akademie-Ausgabe Bd.7, S. 228f; vgl. auch ders., Kritik der Urteilskraft, § 40).

Der Philosophieunterricht verfolgt das Ziel, die Schülerinnen und Schüler im Lichte dieser Sätze Kants mit sich und mit den anderen bekanntzumachen: Sie sollen darauf aufmerksam werden, dass sie auf erprobend-prüfendes Denken und verbindliches Sprechen angelegt sind, und sie sollen erfahren, dass sie sich in solchem Denken und Sprechen mit anderen verbinden und auf sie angewiesen sind. Menschliche Gesellschaft soll sich ihnen darin als eine Gemeinschaft erschließen, in der es immer auch um eine Verständigung über die angemessene Orientierung des Lebens und Zusammenlebens geht.

Dies ist der Beitrag des Philosophieunterrichts zur Erziehung zu Mündigkeit und Toleranz.

(Auszug aus dem Lehrplan Philosophie Sek I, Fachliche Konkretionen, Der Beitrag des Faches zur Grundbildung)



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