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Studienfahrt zur Gedenkstätte Buchenwald PDF Drucken
Geschrieben von: D. Müller   
 DSC 1510a Ein Wochenende im Konzentrationslager – ist das nicht furchtbar unheimlich? Überhaupt nicht, fanden 24 Schülerinnen und Schüler der 12a/c des Gymnasiums Am Heimgarten und besuchten vom 8. bis 11. Mai 2014 zusammen mit den Geschichtslehrern Dedo Müller und Anne Mühlberg sowie einem Referenten die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar.  
Die Studienfahrt stand im Zusammenhang mit dem Halbjahresthema des Geschichtsunterrichts „Herausforderung Demokratie“ und das Scheitern in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Verfolgung und Vernichtung. Einige der Voraussetzungen waren bereits im Geschichtsunterricht vorbereitet worden.    
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In Buchenwald ließ sich die Gruppe vom dortigen Museumspädagogen Ronald Hirte in mehrmals über das Gelände führen. „Es gibt keine Frage, die Ronald nicht beantworten kann“, bemerkte einer der Teilnehmer überrascht. Besonders verwundert waren die Schülerinnen und Schüler darüber, dass die Vorurteile über das Lagerleben gründlich richtig gestellt wurden. So war das Lager nicht nur ein Ort des Leidens und der Verfolgung, sondern die Häftlinge schafften es durch Solidarität und Zusammenhalt, eine Widerstandsgruppe aufzubauen. Sogar ein eigenes Krankenhaus konnten die Häftlinge - verborgen vor den Blicken der Wachmannschaften - aufbauen. 
 
 
 
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Die Ahrensburger informierten sich auch über das dortige sowjetische Lager für Kriegsgefangen (Speziallager 2). In diesem waren nach dem Krieg nicht nur SS-Täter, sondern auch Gegner des kommunistischen Regimes eingesperrt. Der Umgang mit diesem Lager wurde unter den Schülerinnen und Schülern lebhaft diskutiert.
 
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Den Ausklang bot ein Besuch des DDR-Mahnmals in Buchenwald von 1958. Der imposante Bau und der schöne Blick in die Landschaft des Thüringer Beckens beeindruckte die Teilnehmer. Da auch das Wetter mitspielte, war der Besuch des Glockenturmes ein Highlight des Aufenthalts. Der Glockenturm ist normalerweise für Besucher gesperrt und wird nur zu besonderen Anlässen für wichtige Besuchergruppen geöffnet.
 
Das Konzentrationslager Buchenwald war 1937 errichtet worden und bestand bis zur Befreiung am 11. April 1945. Dreizehn Jahre später eröffnete die DDR-Regierung eine Mahn- und Gedenkstätte, die sich zum Ziel gesetzt hat, insbesondere junge Leute über die Ausmaße und die Folgen der Nationalsozialistischen Verfolgung am Originalplatz zu informieren. Bereits seit 2012 führt das Gymnasium Am Heimgarten regelmäßig mehrtägige Fahrten zur Gedenkstätte für Schüler des 12. Jahrgangs (Q2) durch.  IMG 4007

 
 
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