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Die Stellung des Faches Religion in der Schule

Nach Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes ist Religionsunterricht an allen öffentlichen Schulen ordentliches Lehrfach. Er wird als Evangelischer beziehungsweise Katholischer Religionsunterricht erteilt. Gemäß den geltenden Kontingentstundentafeln ist das Fach Religion in der Grundschule dem natur-, sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereich zugeordnet, in der Sekundarstufe I dem gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereich. Zur Grundsicherung des Religionsunterrichts sind in der Kontingentstundentafel Mindestkontingente festgelegt, die nicht unterschritten werden dürfen. Für die Grundschulen beträgt das Mindestkontingent für das Fach Religion sechs Stunden, für die Sekundarstufe I für die Jahrgangsstufen 5 bis 9 sechs Stunden beziehungsweise für die Sekundarstufe I bis zum Realschulabschluss sieben Stunden. Für das Gymnasium gilt ein Mindestkontingent von sechs Stunden für die Jahrgangsstufen 5 bis 9 im achtjährigen Bildungsgang und für die Jahrgangsstufen 5 bis 10 im neunjährigen Bildungsgang.

 

 

Was will der Religionsunterricht?

Der Religionsunterricht geht aus von den Fragen und Problemen der Schülerinnen und Schüler. Er unterstützt sie bei ihrer Suche nach Orientierung und hilft ihnen, Sinn im Leben zu finden. So begleitet der Religionsunterricht die Kinder und Jugendlichen in wichtigen Phasen ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Die Auseinandersetzung mit den Erfahrungen und Inhalten der christlichen Überlieferung soll ihnen helfen, sich selbst, die Welt und andere besser zu verstehen. Die Heranwachsenden treffen im Religionsunterricht auf Lehrkräfte, die ihre Anfragen ernst nehmen und ihnen Raum eröffnen, sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des Daseins auseinanderzusetzen. Dabei werden Fragen thematisiert, die die religiöse Dimension des Lebens berühren:
  • Warum bin ich so, wie ich bin?
  • Wie möchte ich eigentlich sein?
  • Welche Verantwortung haben wir für uns und andere?
  • Woher kommt alles Leben?
  • Wie gehen wir mit Umwelt und Natur um?
  • Warum gibt es so viel Leid in der Welt?
  • Ist mit dem Tod alles zu Ende?
  • Gibt es Gott?
  • Was glauben andere Menschen und Religionen?

Teilnahme am Religionsunterricht

Die Schülerinnen und Schüler nehmen in der Regel am Religionsunterricht ihrer Konfession teil. Aufgrund der Religions- und Gewissensfreiheit haben die Eltern das Recht, ihre Kinder vom Religionsunterricht abzumelden. Nach Vollendung des 14. Lebensjahres steht den religionsmündigen Schülerinnen und Schülern dieses Recht selber zu. Kinder und Jugendliche, die konfessionell nicht gebunden sind oder die einer anderen Religionsgemeinschaft angehören, können auf Wunsch am Evangelischen oder Katholischen Religionsunterricht teilnehmen. Im Interesse einer planbaren Unterrichtsorganisation sollten An- und Abmeldungen vor Beginn eines Schuljahres erfolgen. Wer nicht am Religionsunterricht teilnimmt, erhält anderen Unterricht. Dieser wird überall dort, wo es möglich ist, als Philosophieunterricht erteilt. Philosophieunterricht wird dann eingerichtet, wenn sich eine pädagogisch sinnvolle Gruppe von mindestens zwölf Schülerinnen und Schülern bilden lässt und Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Die Gruppenbildung kann auch klassen und/oder jahrgangsübergreifend erfolgen.